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Das Gespenst von Canterville
Musikalischer Advent 2025

Seit Generationen schon spukt es auf Schloss Canterville, doch das hält den amerikanischen Gesandten Hiram B. Otis nicht davon ab, das alte Gemäuer zu erwerben und mitsamt seiner Familie dort einzuziehen. Als moderne, aufgeklärte Amerikaner schenken sie diesen britischen Gespenstergeschichten schließlich keinen Glauben. Und so brechen harte Zeiten für den alten Schlossgeist an, der eine solche Respektlosigkeit in all den Jahrhunderten noch nicht erlebt hat, denn es gruseln sich nicht die Menschen – sondern das ansässige Gespenst.

Weder rasselnde Ketten noch wiederkehrende Blutflecken beeindrucken die Neuankömmlinge, im Gegenteil, sie verspotten ihn und treiben ihn mit allerlei Schabernack in die Verzweiflung, bis sich die kleine Virginia, die Tochter des Hausherrn, seiner erbarmt. Sie hat Mitleid mit dem alten Poltergeist und befreit ihn schließlich von seinem Fluch.

Das Märchen von Oscar Wilde ist mehr als nur eine Gutenachtgeschichte für Kinder. Auch Erwachsene dürfen über die unbeholfenen Versuche des Gespensts und über den Glauben der Familie Otis an die Wirkung von allerlei Wundermittelchen lachen. Der Text ist voller komischer wie auch tragischer Elemente, die bereits die spätere poetische Brillanz des Skandalautors durchblitzen lassen.

Oscar Wilde

Ein witziger Schriftsteller, ein Dandy, ein Rebell im prüden viktorianischen England, geboren am 16.10.1854: Oscar Wilde ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Ein Schriftsteller, der die Wörter tanzen lässt wie ein Feuerwerk die Funken. Er stammt aus einem bildungsbürgerlichen Elternhaus, die Mutter ist eine Individualistin, sie nennt sich selbst "Speranza", das heißt Hoffnung. Sie hat literarische Ambitionen, unterhält einen Salon und liebt extravagante Kostüme. In ihrem Salon begegnet der junge Oscar Künstlerinnen und Schriftstellern. Er studiert zunächst in Dublin, dann in Oxford. Ab 1887 entstehen seine literarischen Meisterwerke: Etwa seine Theaterstücke "Salomé", "Ein idealer Gatte" und "Bunbury - Ernst sein ist alles". Wilde schreibt Essays und sein berühmtes Buch "Das Bildnis des Dorian Gray". 

Unsere musikalisch-literarische Collage

Im vergangenen Jahr haben wir mit Franz Schuberts „Winterreise“ schon einen Spaziergang mit Text und Musik unternommen, der vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde. In diesem Advent bietet das Märchen über „Das Gespenst von Canterville“ eine spannend-unterhaltende Vorlage für eine bunte Mixtur aus instrumentalen Nummern, Liedern und der Erzählung von Oscar Wilde. Musik von Dmitri Schostakowitsch und anderen Komponisten des 20. Jahrhunderts wird ebenso zur Untermalung der Geschichte beitragen wie Musicalsongs von Geistern und Gespenstern. 
 

Die Mitwirkenden:

Das Hoftheater-Quintett mit Petra Morper (Klavier), Susanna Morper (Violine), Heiko Hinz (Klarinette) und Max Müller (Schlagzeug).

Helena Huber, Gesang

Das Märchen wird gelesen von Ulrike Beckers, Helena Huber, Ansgar Wilk und Herbert Müller.

 

Presse

Preis

30€

Senioren:
28€
Ermäßigt:
24€

Termine

Musikalischer Advent 2025
Uhr
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