Die Kellnerin Anni
Komödie für eine Schauspielerin von Herbert Rosendorfer

Mit unnachahmlichem Humor und präziser Beobachtungsgabe läßt Herbert Rosendorfer die Kellnerin Anni von ihrem Singledasein berichten. Sie ist eine Frau im besten Alter und erzählt auf sehr unterhaltsame Weise von ihren Liebesabenteuern. Von dem verheirateten Geliebten, der versehentlich ihr Henna-Shampoo benutzte, oder von dem Liebhaber, der unter dem Vorwand von Reparaturarbeiten ihr Sparbuch leerräumte. In den Geschichten der Münchner Kellnerin, deren Mutter in Odelzhausen wohnt, spiegelt sich auf vortrefflich Komödie unseres Daseins. 

Sarah Giebel spielt in unserer Inszenierung die Kellnerin Anni. Sie ist das, was man früher am Theater die klassische Charakterschauspielerin nannte. Von der Lysistrate in den „Starken Frauen auf der Burg“ über das Gretchen in Goethes „Faust I“ und Schillers „Maria Stuart“ bis zu Öffentlichen Meinung in der Operette „Orpheus in der Unterwelt“ ist sie in unserem Hoftheater zu erleben.

Am Montag, 13.4.26, 19 Uhr, lädt das Ensemble zu einem Kulissengeflüster zu „Die Kellnerin Anni“ ein. Der Eintritt kostet 15.- €, für die Mitglieder unseres Freundeskreises Hoftheater e.V. ist der Eintritt frei.
 

Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Bozen geboren, lebte während der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs in München und kehrte nach einem Aufenthalt bei seinen Großeltern im österreichischen Kitzbühel 1948 dorthin zurück. Früh entdeckte er seine Vorliebe für die Kultur: Nach dem Abitur studierte er Bühnenbildnerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1954 wandte er sich dann der Juristerei zu. „Ich wollte doch etwas Solides machen und habe es nie bereut“, sagte er einmal. 1967 wurde er Amtsrichter in München, von 1993 an war er Richter am Oberlandesgericht in Naumburg.

Was er im juristischen Alltag erlebte, fand – oft satirisch verarbeitet – den Weg in seine Schriften. Dichtender Richter war er, als richtender Dichter mit moralisch erhobenem Zeigefinger wollte er sich nicht verstanden wissen. „Aber wenigstens sagen kann ich etwas.“ Literatur könne wenigstens versuchen, Werte wie Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit zu transportieren.

Der Autor wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Jean-Paul-Preis (1999), der Literaturpreis der Stadt München (2005). In seiner „Stief-Vaterstadt“ München verbrachte er rund 50 Jahre seines Lebens und lernte dort als Jurist „die Abgründe der Normalität und Höllen des Banalen“, wie die Stadt zur Verleihung des Literaturpreises im Jahr 2005 erklärte. Sein überaus reiches Werk zeuge „neben barock wuchernder Erzählfreude und hellsichtiger Beobachtungsgabe“ auch von „grimmigem Sarkasmus und Pessimismus“, urteilte die Jury.
Nach seiner Pensionierung kehrte er nach Südtirol zurück, wo er mit seiner dritten Frau und der gemeinsamen Tochter lebte. Dort widmete er sich hauptsächlich der Literatur und dem Schreiben. „Ich könnte gar nicht anders als weiterzuschreiben“, sagte Rosendorfer im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa zu seinem 75. Geburtstag. „‚Wie die Kuh Milch gibt‘, um es mit Richard Strauss zu sagen.“

Bild

 

Mitwirkende

Angaben zur

Besetzung

Die Kellnerin Anni

Angaben zur

Inszenierung

Presse

Preis

24€

Senioren:
22€
Ermäßigt:
18€

Termine

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